Aktualisiert: März 2026 · Lesezeit: 12 Min.
Cookiebot hat 2025 seine Preise kräftig angezogen. Der kostenlose Plan für Websites unter 100 Unterseiten? Geschichte. Der Einstiegstarif liegt jetzt bei 12 €/Monat — und wer mehrere Domains betreut, zahlt pro Stück. Für Agenturen wie meine, die 30+ Kundenprojekte verwalten, ist das mal eben eine Verdreifachung der CMP-Kosten.
Cookiebot (jetzt unter der Marke „Usercentrics Cookiebot") funktioniert weiterhin solide. Keine Frage. Aber wenn der Preis steigt, lohnt sich ein Blick auf die Alternativen. Und davon gibt es mittlerweile richtig gute.
| CMP | Preis ab | Plattform | Auto-Scan | GTM Consent Mode v2 | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|
| Usercentrics | 9 €/Monat | Alle | Ja | Ja | Mittlere bis große Sites |
| Borlabs Cookie | 39 €/Jahr | WordPress | Nein (manuell) | Ja | WP-Einzelseiten |
| Complianz | 0 € / 45 €/Jahr | WordPress | Ja | Ja | WP, Budget-bewusst |
| Consentmanager | 0 € (bis 10k Views) | Alle | Ja | Ja | Kleine Sites, Einsteiger |
| Klaro! | 0 € (Open Source) | Alle | Nein | Manuell | Entwickler, volle Kontrolle |
| CookieYes | 0 € / 10 €/Monat | Alle | Ja | Ja | Einfache Websites |
Wenn Sie von Cookiebot kommen und ein ähnliches Feature-Set brauchen, ist Usercentrics die naheliegendste Alternative. Kein Wunder — die haben Cookiebot ja inzwischen gekauft. Aber das „kleine" Usercentrics-Produkt ist ein eigenständiges CMP mit eigener Oberfläche.
Stärken: Ausgezeichneter Auto-Scan, saubere GTM-Integration, guter Support auf Deutsch. TCF 2.2 zertifiziert für Publisher. A/B-Testing für Banner-Designs (was tatsächlich die Consent-Rate um 10-20 % steigern kann).
Schwächen: Die Preisstruktur ist pro Domain und Seitenaufrufe. Wer viel Traffic hat, zahlt entsprechend. Agentur-Pläne sind nicht öffentlich — man muss verhandeln.
Meine Einschätzung: Bestes Gesamtpaket für mittelgroße Unternehmen. Wenn Cookiebot Ihnen zu teuer wurde, wird Usercentrics allerdings nicht billiger. Andere Stärken, ähnlicher Preis.
Für WordPress-Seiten mein persönlicher Favorit. Borlabs Cookie ist ein deutsches Plugin, das genau das tut, was es soll — nicht mehr und nicht weniger. Kein SaaS-Abo, kein Cloud-Scan, keine monatliche Rechnung. Einmal 39 € pro Jahr und Domain, fertig.
Stärken: Volle Kontrolle über jeden Cookie und jedes Skript. Content Blocker für YouTube, Google Maps, etc. eingebaut. Consent Mode v2 seit Version 3.0 nativ. Extrem schnell, weil nichts extern geladen wird.
Schwächen: Kein Auto-Scan. Sie müssen selbst wissen, welche Cookies Ihre Website setzt. Und nach jedem Plugin-Update sollten Sie prüfen, ob neue Tracker dazugekommen sind. Für Agenturen mit vielen Kunden heißt das: mehr manuelle Arbeit.
Meine Einschätzung: Beste Option für WordPress-Einzelseiten, wo Sie die Kontrolle behalten wollen. Nicht ideal für non-technical Kunden, die sich selbst darum kümmern sollen.
Complianz gibt es in einer kostenlosen Version, die für einfache WordPress-Seiten tatsächlich ausreicht. Die Premium-Version (45 €/Jahr) fügt A/B-Testing, mehr Vorlagen und besseren Support hinzu.
Stärken: Cookie-Scan eingebaut (auch in Free). Wizard führt durch die DSGVO-Anforderungen. Gut für Leute, die nicht tief in die Technik einsteigen wollen. Consent Mode v2 in der Premium-Version.
Schwächen: Der Auto-Scan ist nicht so gründlich wie bei Cookiebot oder Usercentrics. Die Oberfläche fühlt sich manchmal etwas überladen an. Content Blocker funktionieren, aber nicht für alle Embeds out-of-the-box.
Consentmanager aus Deutschland bietet einen kostenlosen Plan für bis zu 10.000 Seitenaufrufe pro Monat. Klingt nach wenig, reicht aber für viele kleine Firmenwebsites locker aus.
Stärken: Kostenlos für kleine Seiten. TCF 2.2 zertifiziert. Gute Reporting-Funktionen. Funktioniert plattformunabhängig (nicht nur WordPress).
Schwächen: Die Oberfläche braucht Einarbeitungszeit. Bei Überschreitung des Free-Tiers wird es schnell teuer. Design-Anpassungen sind in der kostenlosen Version eingeschränkt.
Open Source, selbst gehostet, volle Kontrolle. Klaro! ist kein fertiges SaaS, sondern eine JavaScript-Bibliothek, die Sie in Ihre Website einbauen. Perfekt, wenn Sie als Entwickler keine externe Abhängigkeit wollen.
Stärken: Kostenlos. Kein externer Service, keine Datenweitergabe. Leichtgewichtig. Komplett anpassbar.
Schwächen: Kein Auto-Scan, kein Support, kein Wizard. Sie müssen alles selbst konfigurieren und warten. Consent Mode v2 müssen Sie manuell implementieren. Nichts für Nicht-Entwickler.
Bevor Sie jetzt hektisch Cookiebot deinstallieren — ein paar Dinge sollten Sie bedenken:
Es gibt kein „bestes" CMP. Aber es gibt das richtige für Ihre Situation:
Was alle gemeinsam haben: Sie sind nur so gut wie ihre Konfiguration. Egal welches Tool — prüfen Sie danach, ob es tatsächlich funktioniert.